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Rezept: Cappellacci – Kürbisravioli aus Italien

Dieses Gericht ist eine Spezialität aus der Stadt Ferrara im Nord-Osten Italiens. Man nennt diese Kürbisravioli dort auch Cappellacci.

Im Originalrezept wird ein Kürbis der Sorte Zucca barucca verwendet, der einen süßes Aroma hat. Hier kann man ihn durch einen Hokkaidokürbis und etwas Zucker ersetzen. Außerdem werden der Kürbisfüllung einige zerbröselte Amaretti-Kekse beigefügt, so dass die Ravioli einen leicht süßlichen Geschmack haben.

Die Zubereitung erfordert etwas Zeit weil der Kürbis erst eine Weile im Ofen gegart werden muss und auch der Pastateig eine Ruhezeit benötigt. Die eigentliche Schwierigkeit ist allerdings das Befüllen der Ravioli, so dass diese nicht zusammenkleben oder reißen. Daher werde ich auf diesen Punkt etwas ausführlicher eingehen.

Zutaten für 4 bis 6 Portionen

Für die Füllung:

  • 750 g Zucca barucca (alternativ: Hokkaido)
  • etwa 10 Amarettikekse
  • 1 Eigelb
  • 3 EL gehackter Proscuiutto (nach Wunsch)
  • 170 g Parmesan
  • 3 EL frische gehackte Petersilie
  • Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Für den Teig:

  • 3 große Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 EL Milch

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 230 °C vorheizen.
  2. Aus dem Kürbis die Kerne entfernen und in ca. 5 cm breite Schnitze schneiden. Auf etwas Alufolie legen und im Backofen 20 Minuten bei 230 °C backen. Danach die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 35 – 40 Minuten backen.
  3. Währenddessen den Pastateig wie im Rezept selbstgemachte Pasta vorbereiten und im Kühlschrank eine halbe Stunde ruhen lassen.
  4. Den Kürbis aus dem Backofen nehmen und die Schale entfernen. Anschließend in den noch heißen Backofen für etwa 10 bis 15 Minuten zum Trocknen geben.
  5. Währenddessen den Parmesan fein reiben. Den Proscuiutto fein hacken. Die Petersilie abbrausen, trockenschütteln und fein hacken. Den fertigen Kürbis mit einer Gabel zerdrücken und mit den
    anderen Zutaten für die Füllung gut mischen. Mit frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Den Pastateig dünne zu 10 cm breiten Bahnen ausrollen.
  7. Zum Befüllen eine Pastabahn quer vor sich legen und in der Mitte der oberen Hälfte kleine Bällchen der Füllung (etwa 2 cm Durchmesser) im Abstand von 5 cm auflegen. Abstand zum oberen Rand 2,5 cm, zum unteren 7,5 cm. Anschließend die untere Teighälfte über die obere Klappen und zwischen den Füllungen gut andrücken. Mit einem gezackten Teigrad die Ravioli ausradeln.
  8. Die fertigen Ravioli auf ein trockenes Geschirrhandtuch legen so dass sie sich gegenseitig nicht berühren.
  9. Ausreichend Salzwassser zum Kochen bringen und die Kürbisravioli darin etwa 8 Minuten kochen.

Quelle:
Die klassische italienische Küche, Seite 214/215

Die klassische italienische Küche. 450 Rezepte*
  • Marcella Hazan
  • Herausgeber: Collection Rolf Heyne
  • Auflage Nr. 1 (01.01.2003)
  • Gebundene Ausgabe: 688 Seiten

2 Kommentare

  1. 8 Minuten köcheln? Meine Kürbistaschen waren nach nur 3 Minuten schon fertig. Obwohl meine Füllung auch im Topf vorgekocht war, mein Nudelteig war dann auch schon al dente, eher schon zu weich. Sind da 8 Minuten nicht zu lang?

  2. Bei mir hat es in der Tat so lange gedauert, was mich auch erstaunt hat. Es hängt sicher von der Dicke des Teiges ab und der war bei mir wohl dicker als bei dir. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall schon mal früher einen Ravioli rauszufischen und zu testen, wie weit er ist.

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