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Was macht Edeka auf der Slow Food Messe 2008?

Edeka auf der Slow Food Messe

Einer der flächenmäßig größten Stände ist der von Edeka. Es werden vorwiegend vier Bereiche der Lebensmittelpalette präsentiert: Fleisch/Wurst, Käse, Obst/Gemüse und Fisch (Deutsche See).

Aber Moment mal: Was bitte hat Edeka mit Slow Food zu tun? Die Frage stellt auch Theo, den ich dort getroffen habe, und einer meiner Leser in einem Kommentar. Also bin ich mit genau dieser Frage auf den Edeka-Stand marschiert und habe dort mit dem stellvertretenden Vertriebsleiter der Edeka Südwestfleisch gesprochen.

Im Gespräch zeigen sich natürlich schon Parallelen mit den Grundsätzen von Slow Food – auch wenn man Edeka ganz sicher nicht mit dem kleinen Slow Food Produzenten ums Eck vergleichen kann. Der wesentliche ist wohl, dass Edeka regionale Produkte vermarktet. 95% der Lebensmittel kommen aus den Regionen im Süden Deutschlands, die zum Kerngebiet des Unternehmens gehören. Beispielweise stammt das Lammfleisch ausschließlich aus Baden-Württemberg. Generell wird das Fleisch von speziellen Vertragsbauern bezogen, die von Edeka Vorgaben beispielsweise bezüglich des Futters und dem Platz für die Tiere einhalten müssen.

Bei Obst und Gemüse setzt die Supermarktkette möglichst weit auf saisonale Produkte. Natürlich müssen auch hier Produkte wie Tomaten ganzjährig verkauft werden, weil dies fast alle Konsumenten von solchen Supermärkten erwarten und diese Nachfrage befriedigt werden muss.

Zusätzlich steht es den Einzelhändlern vor Ort frei, das Sortiment eigenständig um besondere und lokale Lebensmittel zu erweitern. Einen von Ihnen kennt ihr vielleicht in Form des Shopbloggers, der ja fleißig Zotter verkauft. (SPAR gehört ja inzwischen zu Edeka.)

Der Fischbereich von Edeka wird zu großen Teilen von der Deutschen See beliefert, die ein breites Spektrum an Biofisch und nachhaltig gefischten Produkten einsetzen.

Bei einigen Supermärkten ist es auch üblich Kundenseminare und Verkostungen zu bestimmten Themen anzubieten. Ich habe das hier noch nicht erlebt aber ihr könnt ja mal bei euch darauf achten und hier gerne in den Kommentaren darüber berichten.

Insgesamt hat sich damit mein Bild von Edeka im Lebensmittelbereich ein wenig bestätigt. Zumindest hatte ich bislang schon den subjektiven Eindruck, dass Edeka hier mehr Qualität anbietet als andere Ketten. Dennoch bleibt – schon alleine aufgrund der benötigten Mengen – der Vergleich mit dem kleinen Slow-Food-Produzenten nicht möglich.

Bliebe also zu wünschen, dass einzelne Märkte gezielt kleine Mengen regionaler Slow-Food-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen und diese auch speziell kennzeichen. Das würde ich echt begrüßen. Vielleicht machen es Leute wie der Geschäftsführer der Edeka Südwest Fleisch möglich. Er ist nämlich – so sagte man mir – persönlich Mitglied bei Slow Food.

Ein Kommentar

  1. Martina

    Ich habe auch den Eindruck, dass Edeka sich hier von den anderen Supermärkten abhebt.
    In Titisee-Neustadt verkauft der Edeka Produkte aus der näheren Umgebung, wie z.B. Obst aus dem Markgräfler Land, Eier vom nächsten Hühnerhof oder Mehl, Gebäck etc. von der nächsten Mühle und so weiter.
    Ich finde das eine sehr gute Idee!

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