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Kochbuchvorstellung: Food & Glas

Kochbuch: Food & Glas

Schon seit einer ganzen Weile gibt es in der Gastronomie den Trend, kleine Snacks in Gläsern zu servieren.
Neben einer ansprechenden Optik hat das auch ganz praktische Vorteile, beispielsweise auf einem Buffet.
Prinzipiell können viel bekannte klassische Rezepte im Glas serviert werden. Doch wer sich mit den Mengen
dabei schwer tut oder einfach ein paar neue Anregungen sucht, kann seit kurzem auf das Kochbuch
Food & Glas
zurückgreifen. Denn der Untertitel lässt schon keine Zweifel mehr übrig, worum es
in dem Buch genau geht: 100 Köstlichkeiten im Glas serviert.

Der Autor José Maréchal hält sich dabei nicht lange mit einer Einleitung auf. Auf einer Doppelseite
beschreibt er hilfreiche Küchenwerkzeuge, unter anderem zum Einfüllen der Speisen in die Gläser.
Dazu kommen auf zwei Doppelseiten verschiedene Zutaten, die mit der Bedeutung für das Essen aus dem
Glas beschrieben werden. Das war es auch schon und wir können zu den Rezepten übergehen.

Natürlich könnten viele der Gerichte in dem Buch auch „klassisch“ serviert werden, aber hier sind
sie alle in Glasform zu finden. Von kleinen Gläschen bis zu großen Trinkgläsern
ist die ganze Breite vertreten. Nur an einer Stelle finde ich den Glas-Wahn dann doch etwas
übertrieben. Hat es denn wirklich Sinn, Maki im Glas statt auf einem Teller zu servieren?

Die Übersicht über die Rubriken der Rezepte findet sich – etwas ungewöhnlich – nur im Rezeptregister
hinten im Buch. Insgesamt vier Rubriken finden sich dort: Klassisches, Fremde Genüsse,
Edles und Süßes
. Dabei macht Edles seinem Namen alle Ehre. Hier wird unter anderem Foie
gras und Trüffelfond verarbeitet. Dies ist jedoch das kleinste Kapitel. Das größte sind die
Süßspeisen, die fast die Hälfte der insgesamt 100 Rezepte beisteuern.

Pro Rezept steht jeweils eine eigene Doppelseite zur Verfügung. Die rechte der beiden Seiten wird
dabei jeweils von einem ansprechenden Fotos des Food-Fotografen Richard Boutin
belegt, so dass alle kleinen Glas-Gerichte ins rechte Licht gerückt werden.

In der Rezeptbeschreibung links neben dem Foto findet sich eine übersichtliche Zutatenliste
und eine leicht verständliche Beschreibung. Zusätzlich werden Zeiten
für die Zubereitung, das Garen und das Kühlen angeben. Diese haben bei mir bislang immer ziemlich
gut meine Zeiten getroffen. Dazu kommt eine Angabe der Anzahl der Gläser, die dieses Gericht später
füllen wird. Hilfreich wäre hier noch eine Größenangabe in Milliliter gewesen um die Glasgröße
besser abschätzen zu können.

Insgesamt handelt es sich eher um leichte Rezepte. Das ist auch an den veranschlagten
Zubereitungszeiten zu sehen, die größtenteils zwischen 15 und 30 Minuten liegen. Am Ende jedes
Kapitels gibt es zusätzlich nochmal sechs ganz einfache Rezeptideen ohne konkrete Mengenangaben und
Zubereitungsinformationen. Trotz der Einfachheit sind die bislang von mir getesteten Rezepte alle
sehr lecker.

Optisch fällt das Kochbuch etwas aus dem Rahmen. Das gilt schon für das Format (siehe Foto) aber auch
im Buch. Dort fallen die einfachen Rezepte wieder auf, die so oft nur eine halbe Seite belegen. Die
restliche Seite ließ man offensichtlich bewusst frei, was gar nicht schlecht wirkt. Dazu kommen
ordentlicher Textsatz und gute Fotos. Handwerklich sind hier also keine Mängel zu erwähnen.

Fazit:

Ganz im Trend: Kleine Happen aus dem Glas. Einfach und leicht nachzuvollziehen
wenn auch in der Rubrik Edles nicht immer mit alltäglichen Zutaten.

Übersicht:

Titel: Food & Glas – 100 Köstlichkeiten im Glas serviert
Autor(en): José Maréchal
Verlag: Christian Verlag
ISBN: 978-3-88472-801-7
Bezugsquelle: Amazon

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