Chili con Carne

Dieser Artikel ist Teil meiner Rezeptreihe “In 80 Tagen um die Welt” für den . Darin habe ich mich an der Reiseroute des bekannten Romans von Jules Verne entlang gekocht. Sowohl Rezepten aus den bereisten Ländern als im Buch erwähnte Gerichte sind Teil der Reihe.

Ich bin gerade in Österreich auf einer Hütte zum Urlaub. Wenn es wie hier darum geht eine größere Menge Personen schnell und lecker satt zu bekommen, ist Chili con carne, was zu Deutsch ja schlicht „Chili mit Fleisch“ heißt, eine gute Wahl. Klar scheiden die Vegetarier und Veganer dabei aus, aber für die bereite ich dann einen zweiten Topf ohne Fleisch zu. Das Rezept dazu folgt. Hier erst mal die „normale“ Variante – allerdings besonders fein mit Kakao abgestimmt.

Da der Schärfewunsch beim Essen in größeren Gruppen deutlich variieren kann, empfehle ich, nur etwas Chili in das Gericht hinein zu geben und zum Nachwürzen fein gehackte frische Chilis, Cayennepfeffer und Tabasco mit auf den Tisch zu stellen.

Diese Zubereitungsvarinate mit Kakao habe ich übrigens bei Marie kennengelernt, die einigen meiner Leser als Zwergschwein bekannt ist. Hier wie ich es umgesetzt habe…

Mengenangaben für 4 Portionen

  • 1 kg Rinderhackfleisch
  • 6 große Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 Dosen Kidneybohnen (je 240 g Abtropfgewicht)
  • 1 Dose Mais (je 240 g Abtropfgewicht)
  • 2 Dosen ganze Tomaten (je 240 g Abtropfgewicht, aber die Flüssigkeit behalten!)
  • 200 g Tomatenmark
  • etwas geschmacksneutrales Öl zum Anbraten (z.B. Rapsöl)
  • 2-3 EL Kakao
  • 6 Chilischoten (2 rein, 4 fein hacken und auf den Tisch)
  • etwas Worestersauce
  • Tabasco
  • Cayennepfeffer
  • Rote Beeren („roter Pfeffer“)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. In einem großen Topf (muss alle Zutaten fassen) etwas Öl erhitzen. Dann die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten.
  2. Das Hackfleisch mit hinzugeben. Der Topf sollte dabei schön heiß sein, so dass das Hackfleisch gut erhitzt wird. Schon mal mit Worcestersauce, Pfeffer und roten Beeren abschmecken. Unter häufigem Rühren etwa 5 Minuten erhitzen.
  3. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Chilis wachen, den Stiel entfernen und mit den Kernen fein hacken.
  4. Nun das Tomatenmark, und die Tomaten mit dem Saft hinzugeben. Die ganzen Tomaten dabei mit dem Kochlöffel im Topf etwas zerdrücken. Den Rest erledigt später das Kochen. Kurz mit erhitzen.
  5. Als nächstes kommt der Knoblauch, etwa ein Drittel der gehackten Chili (Rest in ein Schälchen auf den Tisch), etwas Tabasco, etwas Cayennepfeffer und etwas Paprikapulver hinzu. Gut durchmischen und mindestens 20 Minuten köcheln lassen. Besser eine halbe Stunde bis Stunde. Dabei immer wieder umrühren.
  6. Nochmal kräftig mit den Gewürzen abschmecken.
  7. Den Mais und die Kidneybohnen abgießen und den „Schlonz“ der Kidneybohnen wegwaschen. Dann mit zum Chili con Carne in den Topf geben. Und mit erhitzen.
  8. Zum Schluss kommt der Kakao für den besonderen Geschmack hinzu. Er nimmt auch nochmal Schärfe raus, also noch ein letztes Mal abschmecken.
  9. Mit den frischen Chilis, Cayennepfeffer und Tabasco auf dem Tisch servieren.

Quelle:
Chili con Carne nach Marie

Veröffentlicht am August 20, 2011 in der Kategorie  Fleisch von Jan

Schagworte zu diesem Rezept:

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Jan


Ich koche und backe leidenschaftlich gerne. In den letzten Jahren habe ich über 700 Kochbücher gelesen und Rezepte daraus gestetet. In diesem Blog findest du meine liebsten Rezepte, Kochbuchrezensionen und andere nützliche Hinweise für dein Küchenleben.

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  • @Eric: Danke für den Hinweis zu „sine“ und „sin“. Ich passe das in Rikes Kommentar an. Übrigens werden Kommentare ohne Werbelinks auf PKV-Portale geschrieben – ich habe deinen Kommentar entsprechend angepasst.

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  • Was mich interessiert ist, ob es eigentlich auch für dieses schlichtere Gericht eine Weinempfehlung von dir gibt? Ich trinke eigentlich gerne Wein und man liest immer nur, dass er eher Edelbeilage ist. Vor allem diese Weinblogs wie lebouquet.org machen ein riesen Brimborium um ihre „Gourmetfeatures“ etc. Aber dabei würde ich auch gerne mal zu einem schlichten Gericht einen Wein trinken. Deshalb bitte ich hier um Hilfe 🙂

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  • @Rike: Das Abschmecken durfte selbstverständlich die „Chili con carne“-Fraktion übernehmen, während ich das Abschmecken von „Chili sine carne“ übernommen habe.

    @Holger und @Hubert: Danke für eure Vorschläge und Hinweise zu den Zutaten!

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  • Tabasco? Neee, oder? Kannst ja gleich noch eine Pfefferschote und viel Essig reinkippen.. gibt die gleiche Schärfe – und den selben widerlichen Geschmack…

    Was in dem Rezept fehlt, ist das Schwarzbier… 😉

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