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Slow Food Messe 2009: Ein Fazit

Slow Food Messe 2008

Es wird Zeit für mein Fazit zur Slow Food Messe 2009.

Offizielle wird die Messe auf der Webseite als „voller Erfolg verbucht“. Dabei gab es mit etwa 40.000 Besuchern einen deutlichen Besucherrückgang (letztes Jahr: 65.000 Besucher). Auch bei einigen Ausstellern, mit denen ich gesprochen habe, war das beim Produkverkauf spürbar. Deren Zahl stieg zudem von 300 auf 380.

Thematisch habe ich den Eindruck, dass die Slow Food Messe etwas verwässert. Auch dieses Jahr fragt man sich wieder, was Edeka, tegut, Naturgut oder Mövenpick Restaurants mit Slow Food zu tun haben. Einerseits würde ich mir mehr kleine Produzenten wünschen, die mit leuchtenden Augen von ihren Produkten berichten, auf der anderen Seite ist eine Öffnung des Slow Food Gedankens zu einem größeren Markt hin auch begrüßenswert.

Vermisst habe ich auf der Messe unter anderem die Damen von Chocolate de Luxe, Herrn Stekovics und Jean Kircher , die alle letztes Jahr ausgestellt haben. Ob sie keinen Platz mehr gefunden haben oder aus eigenem Antrieb nicht mehr dabei waren, vermag ich leider nicht zu sagen.

Insgesamt scheint mir die Messe insgesamt einen Wandel von einer mehr informativen Messe hin zu einer Verkaufsmesse durchzumachen. Daher fehlten mir dieses Jahr die ausführlichen und tiefgründigen Gespräche, die ich letztes Jahr meine mehr geführt zu haben. Das kann aber natürlich auch an der Wahl der Stände liegen, die ich aufgesucht habe.

Trotz dieser Kritik kann ich weiterhin einen Besuch nächstes Jahr empfehlen. Trotz des stärkeren Verkaufscharakters als im Vorjahr kann man im Vergleich zu anderen Messen viel über gute Lebensmittel bzw. Slow Food lernen und viel Neues entdecken. Dabei bleibt spannend, wie sich die Slow Food Messe weiterentwickeln wird. Ich freue mich schon jetzt auf das kommenden Jahr und hoffe dann auch wieder viel live berichten zu können.

Ein Kommentar

  1. Gerhard

    hallo,
    auch wir haben dieses Jahr nicht teilgenommen, es gab mehrere Gründe dafür. Erstmal sind die Standkosten hoch und man muss erstmal die Standgebühr von 800-1500 Euro erstmal verdienen.Dann sind mehr Aussteller dabei wie im letztens Jahr und die Messe aber auch Slowfood in Deutschland wird immer mehr ein Verkaufsverein in dem Mitglieder sich an Produkten erfreuen aber der Produzent hat nichts davon.
    sonnige grüsse vom Süden.
    Gerhard

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