Mehr Brotaufstriche in meinem eBook

Selbstgemachter Obatzter

Ich bin ein absoluter Fan von selbstgemachten Brotaufstrichen. Daher habe ich dazu inzwischen ein eigenes eBook über Brotaufstriche geschrieben. Für den Spielort München möchte ich euch daher heute einen typischen Brotaufstrich aus Bayern vorstellen, der nicht im eBook enthalten ist.

Natürlich habe ich bei einem Brotaufstrich aus Bayern den Obatzter (oder auch Obatzda oder Obazda) gewählt. Dieses hier ist eine von verschiedenen Rezeptvarianten. Also warte ich schon fast auf Kommentare wie „Du hast … vergessen“ oder „In Obatzter gehört auf keinen Fall …“. Ich freue mich also auf eure Variationen oder geheimen Familienrezepte in den Kommentaren. 😉

Den besten Geschmack erzielt ihr mit Camembert aus Rohmilch. Fragt danach beim Käsestand eures Vertrauens auf dem Markt oder besorgt ihn im Bioladen. Beim Pfeffer bietet sich aufgrund der hellen Creme weißer Pfeffer an wenn ihr welchen habt.

Zum selbstgemachten Obatzter reicht ihr regional typisch Bauernbrot oder Brezn.

Zutaten

  • 250 g reifen oder überreifen Camembert aus Rohmilch
  • 20 g weiche Butter
  • 3 EL Quark (alternativ: Frischkäse)
  • 1 Schuss helles Bier (wenn Kinder nicht mit essen!)
  • 1 Schalotte
  • etwas gehackte Petersilie (nach Wunsch)
  • edelsüßes Paprikapulver
  • Salz und (weißen) Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung des Obatzter

  1. Den Camembert mit dem Quark und der Butter in einen tiefen Teller geben und darin mit der Gabel zerdrücken.
  2. Zu der Masse einen Schuss helles Bier geben und vermengen bis die Masse geschmeidig geworden ist.
  3. Die Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Die Petersilie abbrausen, trockenschütteln und ebenfalls sehr fein hacken. Beides zusammen mit dem Paprikapulver unter die Creme mischen.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle:
Deutsche Küche – Regionale Spezialitäten und Weinempfehlungen, Seite 65

Mehr Brotaufstriche in meinem eBook

Veröffentlicht am Juni 3, 2006 in der Kategorie  Brotaufstriche von Jan

Schagworte zu diesem Rezept:

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Jan


Ich koche und backe leidenschaftlich gerne. In den letzten Jahren habe ich über 700 Kochbücher gelesen und Rezepte daraus gestetet. In diesem Blog findest du meine liebsten Rezepte, Kochbuchrezensionen und andere nützliche Hinweise für dein Küchenleben.

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  • Hier die Zutaten zu einem schwäbischen „Obatzden“:

    125 g Camembert,
    200 g Frischkäse (Doppelrahm),
    1-2 Frühlingszwiebeln (je nach Größe),
    ½ Paprika,
    3-4 Radieschen (je nach Größe),
    ¼ Bd. Rauke,
    Paprikapulver,
    Salz, Pfeffer,
    Kümmel,
    Evtl. Joghurt, Sahne, Quark, Milch,

    Nach Geschmack: geröstete Sonnenblumen- und Kürbiskerne

    Reply

  • Hi!
    Bin beim Stöbern nach glutenfreien Rezepten hier gelandet. Ich mag sehr gern Obatzten, aber bitte mit Kümmel und Zwiebeln.
    Im obigen Rezept wird er Käse allerdings mit Bier angerührt. Das geht für Zölis nicht, denn Bier ist NICHT glutenfrei.
    Gruß
    tichat

    Reply

  • Danke für die ergänzenden Tipps. Das mit dem Kümmel muss ich mal ausprobieren. Wenn man den Obatzter mit Zwiebeln vorbereiten will ohne den von dir beschriebenen Effekt, kann man diese getrennt halten und erst kurz vor dem Verzehr untermischen.

    Reply

  • Für einen „Zugroast´n“ (Nicht-Einheimischen) hast Du das Grundrezept echt gut getroffen. Als „echter Bayer“ habe ich natürlich noch was hinzuzufügen: das Zwiebelaroma zieht durch, also muß man, wenn man Zwiebeln reintut, das Ganze schnell aufessen! Ansonsten macht sich etwas Kümmel auch immer gut im Aufstrich. Mit den Käsesorten experimentiere ich auch immer gern, je nach Geschmack sind weiche, kräftige Sorten mit genug Fettanteil geeignet.
    Grüße, Pinga

    Reply

  • danke fuer den obatzen, doch wo bekomme ich die breznlauge her. denn die brezn gehoert halt dazu und backen koennen wir die schon, doch die naoh lauge muesste doch irgendwo zu beziehen sein. hier in sardinien bekommen wir sie nicht. danke fuer eine schnelle antwort.auf die naechsten brezn.

    Reply

  • ziel erreicht – ich mache im „hungrigen zustand“ einen bogen um dein blog .)

    oder: ich komme in euer „wm-quartier“ zum „restlessen“ —

    ach ja: viel spass wuensche ich euch ..und gucke mal gleich ad wm-blog…

    Reply

  • Holger: Das Rezept würde mich auf jeden Fall mal interessieren. Es gibt zahlreiche Varianten des Obatzter – schließlich ist es ja als Restverwertung für überreifen Käse entstanden. Und da mixt man ja dann einfach rein, was gerade da ist. 😉

    Eine Zubereitung mit Limburger (oder auch Mainzer oder Harzer Käse) scheint auch in Hessen unter dem Namen „Hessesche“ verbreitet zu sein. Zumindest meint das Wikipedia.

    Reply

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